4.12 Paketquellen konfigurieren: sources.list und Deb822

APT bezieht Pakete aus signierten Debian-Archiven. Debian 13 verwendet in Neuinstallationen häufig Deb822-Dateien mit der Endung .sources im Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d/. Sie enthalten pro Quelle einen mehrzeiligen Absatz; Absätze werden durch Leerzeilen getrennt.

Types: deb
URIs: https://deb.debian.org/debian
Suites: trixie trixie-updates
Components: main contrib non-free non-free-firmware
Signed-By: /usr/share/keyrings/debian-archive-keyring.gpg

Types: deb
URIs: https://security.debian.org/debian-security
Suites: trixie-security
Components: main contrib non-free non-free-firmware
Signed-By: /usr/share/keyrings/debian-archive-keyring.gpg

Speichern Sie diesen Inhalt beispielsweise als /etc/apt/sources.list.d/debian.sources. Passen Sie die Komponenten an Ihre Lizenzanforderungen an; für ein ausschliesslich freies System kann main ausreichen. Aktivieren Sie contrib, non-free oder non-free-firmware nur, wenn die enthaltene Software beziehungsweise Firmware benötigt und die jeweiligen Bedingungen akzeptiert werden.

Das klassische einzeilige Format bleibt lesbar, zum Beispiel: deb https://deb.debian.org/debian trixie main. Bei neuen Beispielen ist jedoch Deb822 vorzuziehen. Bestehende Einzeiler können mit sudo apt modernize-sources analysiert und in das neue Format überführt werden; prüfen Sie die erzeugten Dateien vor der Verwendung.

Für normale Systeme sollten Sie den Codenamen der verwendeten Debian-Version wie trixie verwenden, wenn Sie automatische Hauptversionswechsel vermeiden wollen. Die Aliasnamen stable, testing und unstable folgen dem aktuellen Projektstatus und können damit später eine andere Hauptversion bezeichnen. Mischen Sie nicht unkontrolliert Archive mehrerer Debian-Versionen.

Debian-Mirrorlisten und weitere Details finden Sie unter offizielle Mirror-Liste und in der Manpage sources.list(5).

Stand: 21.10.2026 22:27

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