4.46 dpkg-statoverride

Mittels dpkg-statoverride können einzelne Komponenten eines Pakets mit anderen Rechten, als vorgesehen waren, installiert werden. Dies kann bei Paketen sinnvoll sein, die Programme mit einem unerwünscht gesetzten setuid-Bit installieren oder wenn Programme nur von einer bestimmten Gruppe von Benutzern ausgeführt werden sollen. Eine Komponente kann dabei jedes Objekt im Dateisystem sein, Dateien, Verzeichnisse oder auch Gerätedateien.

dpkg-statoverride kennt verschiedene Optionen:

--add <user> <group> <mode> <file>

Überschreibt die Rechte für die Datei <file>. Dabei muss die Datei noch nicht existieren, wenn das Kommando ausgeführt wird. Die Informationen werden gespeichert und später bei der Installation der Datei auf dem System verändert. Benutzer- und Gruppennamen können sowohl im Klartext (also beispielsweise root oder nobody) oder auch als Nummern angegeben werden. Wird die Schreibweise mit Nummern bevorzugt, so ist das Zeichen # voranzustellen, also beispielsweise #0 oder #65534.

--remove <file>

Stellt die ursprünglich im Paket verwendeten Rechte wieder her.

--list [<glob-pattern>]

Zeigt alle veränderten Rechte an. Wird zusätzlich ein Suchbegriff angegeben, so wird die Ausgabe auf die Veränderungen beschränkt, auf die der Suchbegriff passt.

--force

Führt die gewünschte Aktion auch aus, wenn die internen Überprüfungen die Ausführung sonst nicht zulassen würden. Dies ist immer dann der Fall, wenn bereits Veränderungen an einer Datei vorliegen.

--update

Aktualisiert die Rechte sofort, wenn eine Datei existiert. Wird nur bei Verwendung der Option --add ausgeführt.

--quiet

Gibt weniger Informationen darüber aus, welche Veränderungen vorgenommen werden.

--help

Gibt einige Informationen zur Benutzung des Programms aus.

--admindir

Ändert das Verzeichnis, in dem die Datei statoverride gespeichert wird. Dies ist normalerweise das Verzeichnis /var/lib/dpkg/.

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